Teams müssen attraktiv sein.

Gute Mitarbeiter zu bekommen wird immer schwieriger. Gleichzeitig werden die Anforderungen an Teams bzgl. Innovationskraft, Tempo und Ergebnisdruck immer höher.

Wann ist ein Team attraktiv?

  • Wenn es als Team wahrgenommen wird,
  • eine authentische Teamkultur hat,
  • das Team zusammen hält,
  • Purpose und Mission, Vision und Ambition, die gleichen Grundhaltungen und Werte teilt.
  • Wenn es eine nach außen wahrnehmbare gemeinsame Identität hat,
  • es auf einem hohen Energielevel mit hoher Eigenmotivation und Verantwortung arbeitet,
  • die Teammitglieder sich gegenseitig kennen, achten und wertschätzen.
  • Und wenn es erfolreich ist und auch von außen als erfolgreich wahrgenommen wird.

Wann ist ein Team ein Team?

Genau dann.

Wie schnell wird ein Team ein attraktives Team?

Bis ein Team ein Team wird dauert der natürliche Prozess Monate. Bei virtuellen Teams Jahre. Dazu hat man heutzutage keine Zeit. Dazu kommt, dass einzelne Teammitglieder in vielen Teams gleichzeitig zu Hause sind. Die Zeiten „einmal im Team, die nächsten zehn Jahr Teil des Teams“ sind vorbei. Die Zusammensetzung von Projektteams sind oft nur zwischen zwei Meilensteinen, innerhalb einer Projektphase stabil. Kaum hat das Team gestartet, ist die Projektlaufzeit schon bald wieder vorbei, Teams und Abteilungen werden immer wieder umstrukturiert. Ein Team muss schneller zu einem attraktiven Team werden.

Man kann Teams zu einer hohen Gruppenkohärenz führen, eine gemeinsam geteilte Teamidentität entwickeln, gemeinsame Energie auf den Punkt bringen, Purpose, Vision, Ambition, Identität, Grundhaltungen und Werte abstimmen, das Team inhaltlich abstimmen und fokussieren. Das dauert zwei bis drei intensive Tage.

Klassisches „ich kann mich mit den Ergebnissen identifizieren“ reicht da nicht aus. Es ist Ownership nötig. Teammitglieder dürfen nicht mehr unterscheiden müssen zwischen „meine Vision“ und „unsere Vision“. Erst wenn jedes Teammitglied getrennt voneinander überzeugt die gleiche Antwort gibt auf die Frage „Was sind unsere Werte?“ ist eine Teamkultur enstanden. „Mein Haus“, „mein Job“, „mein Team“. Wenn der einzelne mit Stolz von „mein Team“ spricht, beginnt Gruppenkohärenz zu leben und das Team attraktiv zu werden für andere.

Wie kann man ein Team stabil und attraktiv halten?

Wenn das Team eine gemeinsame Identität mit einer gemeinsamen Kultur entwickelt hat, kann man Teammitglieder Stück für Stück austauschen und ersetzen, ohne die Identität des Teams zu gefährden. Nur die direkte Führungskraft des Teams (Teamlead, Projektleiter, Teamleiter, Abteilungsleiter…) muss stabil bleiben. Das hat unsere Erfahrung gezeig in den letzten 15 Jahren, seit wir Teams dabei unterstützen, eine eigene Teamidentität zu entwickeln, basierend auf Purpose und Mission.

Was macht das Team attraktiv?

Es ist die Resonanz welches das Team beim Aussenstehenden erzeugt. Wenn sich das Team und „der/die Neue“ von dem Team hört, liest oder ihm gegenübersteht, erlebt er oder sie Resonanz. Es bewegt sich etwas in ihm. Er sieht sich in den Werten, Visionen und Grundhaltungen, der Teammitglieder. Er oder sie spiegelt sich darin. Es ist die innere Resonanz, die der Betrachter oder die Betrachterin erfährt. Und dann ensteht der Wunsch, dazuzugehören.

Und es ist die Konsistenz: Denn die Resonanz erlebt dieser nicht nur in der Begegnung mit einem Teammitglied, sondern bei jedem der Teammitglieder, weil das Team sich als gemeinsame Identität in jedem einzelnen Teammitglied nach außen sichtbar und erlebbar macht (= „Corporate Identity“ im wörtlichen Sinn, nicht in der Bedeutung „Logo“. Corporate Identity ist sichtbar im „Corporate Behavior“, wie das Team auftritt, sich verhält, nach außen wirkt) .

Wann ist ein Team erfolgreich?

Erfolgreiche Teams kommunizieren! Sie kennen sich gegenseitig. Sie haben Vertrauen zueeinander. Sie wertschätzen sich gegenseitig. Sie haben abgestimmte Ziele, Werte und Grundhaltungen. Sie haben einen gemeinsamen inneren Auftrag und spüren und kennen ihren gemeinsamen Sinn. Sie haben eine gemeinsame Kultur und haben Spielregeln entwickelt, die ihnen dabei helfen, zu kommunizieren, Konflikte zu lösen, Teammitglieder zu intergrieren, Diversität zuzulassen, Gefühle zu äußern.

Verantwortung des Teams für Integration, Veränderung und Wachstum

Das Team muss wachsen wollen. Veränderung muss Teil der Team Vision sein, wie z.B. eine bestimmte Gruppengröße zu erreichen oder neues Blut in das Team zu lassen.

Das Team ist dabei ein wenig im Zwiespalt: Je höher die Gruppenkohäsion, desto mehr grenzt sich das Team zu anderen Teams ab. Ein Team mit hoher Gruppenkohäsion ist eigentlich gar nicht offen für neue Teammitglieder. Und genau dieser Rückenschluss nach außen ist gleichzeitig hoch attraktiv für andere, die gerne die Auszeichnung hätten, dazuzugehören.

Daher benötigt das Team Unterstützung dabei, offen zu sein für neue Teammitglieder. Und es muss wissen, wie es neue Teammitglieder integriert, damit neue Teammitglieder schnell Teil des Teams werden. Das Team darf selbstverschuldet die neuen Mitglieder nicht wieder verlieren.

Natürliche Wachstumsgrenzen stellen eine Gefahr für Teams dar. Das Team muss auf „Kritische Lebensereignisse“ vorbereitet sein. Die Überwindung bestimmter Gruppengrößen sind Kritische Lebensereignisse für ein Team. Jedes Teammitglied muss sich dafür verantwortlich fühlen, das Team dabei zu unterstützen, natürliche Wachstumsgrenzen eines Teams erfolgreich zu überwinden. Sonst besteht die Gefahr, dass es auf dem Wachstumsweg wichtige alte Teammitglieder verliert.

Verantwortung des Teams für Produktivität

Kulturentwicklung und Identitätsentwicklung sind ein natürlicher Prozess. Aber man kann ihn aktiv gestalten und beschleunigen.

Voraussetzung: Das Team (und insbesondere der TeamLead) muss produktiv sein wollen, sonst kann es sich nicht auf den Identitätsentwicklungsprozess einlassen.

Wenn sich das Team auf den gemeinsamen Weg zur Identitätsentwicklung macht, wird es alle integrieren, die bereit sind, Teil des Teams zu werden. Alle anderen wird das Team auf seinem Weg verlieren. Aber das Team hat dannn i.d.R. nach einem kurzen Abschied keine Zeit zum Trauern, denn es will ihren Lebenssinn und ihre Mission leben und ihre Vision/Ambition verwirklichen.

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Blogautor

Hans-Peter Wellke
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