Inspirierende Gründer & Gründerzentren

Routenplan Gründerzentren-Entdeckungstour AllgäuGründerzentren-Entdeckungstour im Allgäu 

„Wir haben viele Eindrücke gesammelt und Ideen aus dem Allgäu mitgenommen. Es waren inspirierende Begegnungen. Das Allgäu ist wahrlich eine Gründerregion“ so die einhellige Meinung der Delegation von Siemens Real Estate Nordbayern nach zwei Tagen auf Gründerzentren-Entdeckungstour im Allgäu.

INNOVA, COMETA, WiNN, SONTRA, Allgäu GmbH, Digitales Gründerzentrum, Gründervilla

Es waren zwei mit Besichtigungen und mit Begegnungen voll gepackte Tage. Sieben Mitarbeiter der Siemens Real Estate (SRE) sammelten Best Practice Beispiele von Menschen und Gebäuden mit dem Ziel, umsetzbare Ideen für die Umnutzung leergezogener Industrie- und Dienstleistungsgebäude zu generieren.

Im Mittelpunkt der Tour standen mehrere Perspektiven:

  • Best-Practice-Beispiele von Gründerzentren, Innovations- und Technologieparks
  • Ideen und Anregungen für die Nutzung, Gestaltung und Umbauten alter Gebäude
  • Inspirierende Begegnungen mit erfahrenen Visionären, Netzwerkern und Know How Trägern
  • Gründen, Gründer, Startups, Gründerszene, Jungunternehmer, aktuelle Büro-, Kooperations- und Arbeitskonzepte

Die Stationen im Einzelnen:

  1. Die Reise begann im Gründer- und Technologiepark INNOVA in Kaufbeuren mit einem Vortrag, Diskussion und Hausführung mit Peter Dobler, Thomas Mayer und Margot Siedersberger.
  2. In Kempten besichtigten wir den Technologie- und Dienstleistungspark COMETA. Thomas Mayer und die Objektmanagerin Margot Siedersberger führten durch das Haus und organisierten Begegnungen mit Kunden.
  3. Anschließend fuhren wir weiter zum WiNN-Park in Wolfertschwenden. Der Geschäftsführer und Bürgermeister Karl Fleschhut erwartete uns dort.
  4. Im Hanusel Hof trafen wir uns zum fachlichen Austausch beim gemeinsamen Abendessen mit Margot Siedersberger.
  5. Am zweiten Tag reisten wir nach Sonthofen. Der Geschäftsführer des Technologie- und Dienstleistungszentrums SONTRA, Alexander Reiter, erwartete uns dort.
  6. In Kempten empfingen uns die Gründungsexpertin und Gründerszene-Netzwerkerin Sabine Berthele (Projektleiterin Regionalmanagement & Gründer, Allgäu GmbH) sowie Christian Dosch (Projektleiter Allgäu Digital, Digitales Zentrum Schwaben).
  7. Das Mittagessen verbrachten wir in der Gründervilla Kempten bei den Inhabern Simon Schnetzer und Thomas Herzhoff sowie mit vier weiteren Gründern aus der Region. 
  8. In einem abschließenden Workshop verdichteten wir unsere Eindrücke aus den zwei Tagen.

INNOVA Kaufbeuren - Gründerzentrum und TechnologieparkINNOVA Kaufbeuren – aus Überzeugung erfolgreich

Peter Dobler kaufte vor über 20 Jahren das Firmengelände der Firma Digital Equipment und gründete entgegen der Empfehlungen seines Umfelds das INNOVA. Eindrucksvoll erläuterte er uns die ersten Widerstände, Visionen, Beweggründe und zu bewältigenden Hürden der Umnutzung, der Umbauten und der Vermarktung.

Immer wieder wurde uns während des Vortrags und Dialogs mit ihm deutlich: Ohne Vision, Kampfgeist, außergewöhnlichem Engagement, dem Glauben an den Erfolg des Immobilienkonzepts und der Entwicklung der richtigen Menschen wäre das neu gegründete Unternehmen niemals erfolgreich geworden. Thomas Mayer und Margot Siedersberger ergänzten durch ihre Erfahrungen und Beispiele die deutlichen Botschaften des Inhabers Peter Dobler. Der inspirierende Geschäftsführer zeigte uns wie Kreativität, persönlicher Einsatz, Einfallsreichtum und vertriebliches Gespür einen Technologiepark wie diesen auf die Erfolgsspur bringt. Herr Dobler überraschte und beeindruckte durch seine Offenheit und seine konsequent umgesetzte Win-Win-Philosophie. Er hielt die Fahne hoch für seine einsatzbereiten und kundenorientierten Mitarbeiter. Wir erkannten: der Objektmanager, „der Mensch“ macht den Unterschied, nicht das Gebäudekonzept allein.

Innova Kaufbeuren -Best Practice Beispiel für gelungene UmnutzungDie Vertreter der SRE interessierten sich auch sehr für technische Hintergründe des Gebäudes. Thomas Mayer führte uns als fundierter Know How Träger durch den Technopark und zeigte uns viele interessante gebäudetechnische Besonderheiten des Technoparks.

„Das Gebäude muss Gründen wollen“ so sagte uns Peter Dobler im Vortrag zuvor. Dieses Gespür, dass dieses Gebäude Gründer willkommen heißt, hat er wahrlich bewiesen.

In Anbetracht der zu bewältigen Hürden und Widerstände der letzten Jahre resümiert Herr Dobler „Im Rückspiegel schauen Erfolge immer lecker aus.“

Auf der Fahrt vom INNOVA zum COMETA nach Kempten klangen mir einige der Worte des Vortrags nach:

  • „Gründer gibt es nicht, die muss man machen.“ Peter Dobler
  • „Jeder Standort und jedes Gebäude braucht ein anderes Konzept – und einen eigenen Markenauftritt.“ Peter Dobler
  • „Wir haben immer Flächen zur Verfügung – im Notfall machen wir welche.“ Peter Dobler
  • „Wir versuchen stets die Minimierung der Fläche zu erreichen.“ Peter Dobler
  • „Ich will den Mieter täglich sehen, weil ich wissen will, wie es ihm geht. – Immer den Puls am Kunden zu haben, ist das Erfolgsrezept.“ Peter Dobler

Peter Dobler: „Wir sind Kümmerer mit Gespür für die Entwicklung unserer Kunden.“
Das konnten wir auch in den nächsten beiden von Dobler beeinflussten Standorten erleben.

COMETA – zwei Phasenkonzept mit Herz

COMETA Kempten - fortschrittlicher Gründerzentrum und TechnologieparkMargot Siedersberger und Thomas Mayer begleiteten uns in den zweiten Dobler-eigenen Technologiepark. Hier setzten Peter Dobler und Thomas Mayer alles um, was sie aus dem Umbau und dem Betreiben vom INNOVA gelernt hatten.

Zusätzlich konnten wir hier ein gut funktionierendes Zwei-Phasenkonzept sehen: Nach fünf bis acht Jahren als Gründer im staatlich geförderten Gründerzentrum kann man hier als Unternehmer in den Technologiepark umziehen, ohne die Geschäftsadresse ändern zu müssen. Ein weiterer Vorteil der Mieter im Technologiepark liegt auf der Hand: Jeder braucht nur die Fläche zu bezahlen, die er auch nutzt. Hier müssen Mieter weder eigene Flächen für Wachstum vorhalten, noch teure Flächen aufrechterhalten, die sie nicht mehr benötigen.

Zwei Begegnungen mit Mietern, im Fachjargon „Nutzer“, waren eine zusätzliche Bereicherung.

  • Matthias Grath, einer der Geschäftsführer des Medienpalast Allgäu GmbH & Co. KG sowie der aktuelle Sprecher der Wirtschaftsjunioren, zeigte uns seine Räumlichkeiten und gab uns durch seine Lebenslaufbeschreibung Einblick in Stationen und Beweggründe eines Gründers. Durch seine Erfahrung als Wirtschaftsjunior und aktiver Netzwerker hatten wir durch ihn Einblick in eine differenzierte Gründerszene.
  • Die Räume von Norbert Meinl, Geschäftsführer von Quantum Plus GmbH & Co.KG, konnten wir aufgrund eines zeitlichen Logistikfehlers leider nicht besichtigen. Im gemeinsamen Gespräch jedoch zeigte uns der erfahrene Kaufmann und Begleiter von Startups anschaulich konzeptionelle Unterschiede zwischen Gründerzentren auf sowie die unterschiedlichen Anforderungen von Gründern in verschiedenen geschäftlichen Entwicklungsphasen. Auch erläuterte uns Herr Meinl überzeugend, wie das COMETA die Wachstumsphasen seines Unternehmens aktiv betriebswirtschaftlich sinnvoll unterstützte.

Margot_Siedersberger - Objektbetreuerin im COMETA AllgäuDas COMETA wird getragen von der Persönlichkeit, Netzwerkerin und Kümmerer Margot Siedersberger. Es wurde deutlich, wie sehr sie die Geschicke des COMETAS im Sinne Ihrer Kunden und der Firma Dobler lenkt. Die besondere Einstellung, Philosophie und Umgang der Firma Dobler mit ihren Kunden macht ihre Nutzer und die Firma Dobler gleichermaßen erfolgreich.

Für uns waren das COMETA und Margot Siedersberger ein herausragendes Beispiel, wie aktive Aufmerksamkeit für die Belange des Kunden und konsequente Kundenorientierung die Weichen zum Erfolg eines Technoparks tagtäglich neu steuern. Hohe Kundenzufriedenheit und betriebswirtschafliche Kalkulation reichen nicht aus. Begeisterte Kunden enstehen, wenn man die Kunden und deren Geschäft versteht und dann konsequent mit ihnen zusammen die Extra-Meile geht.

Wir erlebten auch, wie die Marke eines Gebäudes von den

  • Aktivitäten einer aktiven und kontaktstarken Persönlichkeit beeinflusst wird und
  • von starken Netzwerkpartnern im Vermarktungsverbund synergetisch gestaltet werden können.

WiNN-Park – Atmosphäre mit Herzblut

Der WiNN-Park Wolfertschwenden wird von der Firma Dobler betreutMargot Siedersberger und Thomas Mayer begleiteten uns weiter zum nächsten Juwel erfolgreichen Technopark-Managements: Der WiNN-Park in Wolfertschwenden. Man spürte vom ersten Moment an im Kontakt mit dem Gebäude, dass es der Gemeinde Wolfertschwenden ein Anliegen ist, dass sich junge oder neue Unternehmen im WiNN-Park wohl fühlen.

Karl Fleschhut, Bürgermeister in Wolfertschwenden und Geschäftsführer des WiNN-Parks, ließ es sich nicht nehmen, uns in seiner Gemeinde persönlich zu empfangen. Wir erlebten einen engagierten Visionär, der die Anliegen von Unternehmern versteht und zusammen mit seinem Gemeinderat aktiv unterstützt. Unternehmer werden hier mit offenen Armen empfangen und scheitern nicht an den langsamen Mühlen der Bürokratie. Gleichzeitig kann er im WiNN-Park auf das Know How der Firma Dobler zurückgreifen und als Kümmerer auch hier auf Margot Siedersberger, die mit fachmännischem Geschick das Gebäude betreibt und weiterentwickelt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir konnten sehen, wie durch kreative bauliche Maßnahmen Wünsche von Kunden aufgegriffen und umgesetzt wurden. Auch hier steht wieder eines im Mittelpunkt: Die Kunden werden in ihren individuellen Anliegen und ihrer Geschäftsentwicklung abgeholt und aktiv bei deren geschäftlichen Erfolg unterstützt. Das gelingt nur durch ständige Präsenz und wache Aufmerksamkeit. Karl Fleschhut: „Wir stellen einen Landeplatz für Jungunternehmer.“ Jeder einzelne Interessent sei ihm wichtig. Wir erfahren von ihm, wie wichtig Netzwerken ist. „Das Netzwerk muss vorhanden sein, um die Immobilie erfolgreich zu machen“ resümiert er.

Die Gebäude benötigen ein weit vorausgedachtes, stringentes Konzept quasi eine eigene Gebäudestrategie, um sie betriebswirtschaftlich betreiben zu können. Damit die Kunden dort erfolgreich sein können, reichen eine günstige Miete und geringe Bürokratie nicht aus: Menschen, die sich um die Nutzer kümmern und dabei aufmerksam und genau Zuhören, machen den Unterschied.

Um erfolgreich zu sein, so Herr Fleschhut, „Muss man die Grenzen der Gestaltungsmöglichkeiten bis an die Grenzen ausnutzen.“ Und „man muss Entscheidungen treffen“. Wir erfahren von ihm wie er im Dialog und Spagat zwischen Unternehmerinteressen und Gemeindeinteressen zukunftsorientiert vermittelt. „Unsere Kleinsten sollen hier im Ort wieder einen Ort haben. Sie brauchen eine Verbindung zur Gemeinde und Wurzeln im Dorf. – Die Mütter brauchen hier Teilzeitarbeitsplätze, die leicht zu erreichen sind. – Und wir brauchen Unternehmen und Leute mit persönlichem Kontakt, Unternehmen, die sich mit uns identifizieren.

Thomas Maier unterstreicht die Worte von Herrn Fleschhut: „Wolfertschenden hat sich einen unternehmerfreundlichen Ruf erarbeitet.“ – Davon konnten wir uns überzeugen.

Otto Haas, SRE, fasst den Vortrag so zusammen: „Das persönliche Engagement ist das wichtigste und wie sie vernetzt sind.“

Margot Siedersberger – Netzwerken, Zuhören, Verstehen

Hanusel HofBeim gemeinsamen Abendessen im Hanusel Hof mit Margot Siederberger erhielten wir zusätzliche neue Eindrücke.

Wir konnten mit ihr Eintauchen in die Welt eines aktiven, kundenorientierten und betriebswirtschaftlich denkenden Kümmerers. Margot Siederberger gab uns Einblick in die Vernetzung von Gründerzentren in Bayern und deutschlandweit, in das Netzwerken als Objektmanagerin, die Begleitung und Beratung von Gründern und in das Zusammenwirken der unterschiedlichen Gremien im Allgäu, die das Allgäu zu einer aktiven Gründerregion machen.

Wir staunten, wie viele Jahre im voraus Frau Siedersberger für die Entwicklung der aktuellen Kunden und zur Gewinnung von neuen Kunden sorgt. Das Spektrum reicht von Veranstaltungen für Schüler und Studenten bis hin zur Gründerberatung. Sie zeigte uns, dass die Rolle als Flächenanbieter nicht ausreicht. „Ich bin auch Entwickler von Menschen und ein Zugang zu Netzwerken.“ so beschreibt sie einen Teil ihrer Rollen.

Ich liebe es, als Mensch anderen zu begegnen“ sagt Frau Siedersberger von sich. So konnten wir auch viel zum Thema Kundenorientierung von Frau Siedersberger lernen. Wie sie wohl erfährt, was der Kunde braucht, wollten wir von ihr wissen. „Ich frage den Kunden einfach“ sagt sie verschmitzt und ergänzt „wenn ein Kunde Unmut äußert, versuche ich den wahren Grund herauszufinden und frage nach der Lösung.“ Echtes Interesse heißt dranbleiben!

Warum die Kunden gerne bei ihr im Haus sind, fragen wir sie. Sie sagt, man müsse sich abheben von anderen. „Man muss es ausstrahlen – und man strahlt es nur aus wenn man dahintersteht.“ Und sie steht dahinter.

Auch Gründer haben im COMETA ein unterstützendes Zuhause. Aktiv unterstützt Frau Siedersberger Gründer. Sie vernetzt diese mit der IHK, der Allgäu Gmbh, den Wirtschaftsjunioren, dem Marketingclub, mit Beratern in ihrem Haus, mit Behörden, Banken, Rechtsanwälten, Krankenkasse, Hochschule u.v.m. „Es ist hilfreich, Dienstleistungen im Haus zu haben, die Gründern dienlich sind.“ So generiert sie Synergien. Auch holt sie Veranstaltungen ins Haus, die Gründer interessieren.

Wie sie das alles als Objektmanagerin unter einen Hut bekomme? Sie muss nicht lange nachdenken: „Wenn man im Netzwerk ist, ist es keine Arbeit mehr, sondern man kennt die Leute und das ist wie Freizeit und privat.“

Ja„, ergänzt sie, „man muss es persönlich nehmen, mit Leidenschaft, und Netzwerke bilden.“

Während des Gesprächs mit ihr erhielten wir auch einen neugierig machenden Ausblick auf die Begegnungen des kommenden Tages. Nächste Station: Sonthofen.

SONTRA – Firmenzuhause für Gründer und etablierte Unternehmern – mit Kümmerer

SONTRA-Sonthofen - Der Technologiepark unterstützt aktiv Unternehmer in der GründungsphaseProfessionell hatte der Geschäftsführer vom SONTRA, Alexander Reiter, die Tour durch das Haus vorbereitet und empfing uns vor dem SONTRA bei strahlendem Sonnenschein in Sonthofen mit seiner wunderbaren Bergkulisse. Der Technologiepark hatte es in den ersten Jahren nicht leicht, in die schwarzen Zahlen zu kommen. Als ehemalige Fabrik musste ein neues Nutzungskonzept entwickelt werden, bei dem die Firma Dobler mit ihrem Know How viele Jahre unterstützt hat. Herr Reiter führte die für die Immobilie entwickelte Strategie konsequent fort. Bis in die Mietverträge hinein ist hier spürbar, dass das wirtschaftliche Betreiben der Immobilie und die Zufriedenheit und der Erfolg seiner Nutzer gleichermaßen im Mittelpunkt stehen.

Uns beeindruckte, wie das Gebäude über viele Jahre hinweg kreativ umgebaut und entwickelt wurde. Stück für Stück wurde es zu einem betriebswirtschaftlich rentablen Objekt, in dem sich die Kunden nicht nur wohl fühlen, sondern sogar immer wieder kommen, wenn sie aus geschäftspolitischen Gründen den Standort für einige Jahre verlagern mussten.

Konsequent achtet Herr Reiter auf die Entwicklung der Mieter und unterstützt diese bei deren Geschäftsentwicklung. Wir erlebten auch hier einen aufmerksamen und pragmatischen Kümmerer, der seine Immobilie und die Belange seiner Kunden gleichermaßen im Blick hat. Als Ausstellungsort, Veranstalter von Vorträgen und Inhouse-Messen entwickelt Alexander Reiter die Marke SONTRA konsequent weiter. Er bietet den Nutzern auch für das Personalmarketing einen unbezahlten, aber unbezahlbaren Mehrwert, den seine Kunden sehr schätzen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Delegation der SRE, Otto Haas, Silvio Richter, Christina Taubmann, Tillmann Egelseer, Michael Englert, Sebastian Schmerberg und Werner Schlund staunten über die Kreativität und den Einfallsreichtum, wie aus einem alten Fabrikgebäude eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Immobilie gestaltet wurde

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OLYMPUS DIGITAL CAMERADie SRE bekam durch ihn viele wertvolle Anregungen für die Umnutzung von Gebäuden, zum Gebäudemarketing, zur Gründerbetreuung und auch aus gebäudetechnischer Sicht. „Es war eines der Highlights“, so fasste Otto Haas die Begegnung mit Herrn Reiter und dem SONTRA zusammen. Wir hätten auch hier noch viel mehr Zeit verbringen können.

Allgäu GmbH – Engagement mit Mission

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Berge leuchtete mit weißen Spitzen in der Sonne und der Löwenzahn blühte leuchtend gelb. Wir kehrten Sonthofen den Rücken zu und fuhren nach Kempten. Sabine Berthele (Projektleiterin Regionalmanagement & Gründer Allgäu GmbH) und Christian Dosch (Projektleiter Allgäu Digital, Digitales Zentrum Schwaben) erwarteten uns im heimeligen und liebevoll designten Ambiente der Allgäu GmbH in Kempten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERABegeistert zeigte uns Sabine Berthele in ihrem Vortrag, was Gründer im Allgäu erwartet, welche Veranstaltungen, Beratungen und Netzwerke für sie organisiert werden. Wir erfuhren welche erfolgreichen Marken, Unternehmen und Arbeitsplätze dabei entstanden und entstehen. Es wurde deutlich, wie Gründerzentren, Technologieparks, IHK, Allgäu GmbH, Beraternetzwerke, Gründernetzwerke, Wirtschaftsjunioren, die Hochschule Kempten und viele andere erfolgreich zusammenwirken, um das Allgäu zu einer aktiven Gründerregion zu machen.

Sabine Berthele gab uns Einblick in die unterschiedlichen Formate, welche sie und die Allgäu GmbH zum Netzwerken und Austauschen organisiere, die Gründer und Jungunternehmer bei ihren Entwicklungsschritten aktiv unterstützen.

Sabine Berthele - Gründerregion Allgäu der Allgäu GmbHDie Gebäude der Gründerzentren und Technoparks, die Standorte und Kreise werden lebendig, wenn die politischen und gesellschaftlichen Kräfte einer Region synergetisch zusammenschmelzen. Auch dafür braucht es Netzwerker und Kümmerer, so wie Frau Berthele, die die Rolle aktiv, aufmerksam und einfühlsam spielt. „Gründer werden zu Gründern gemacht. Sie liegen nicht auf der Straße.“ erinnerten wir uns der Worte von Peter Dobler am Vortag. Sabine Berthele zeigte uns, wie das geht bzw. mit welchem Engagement sie zusammen mit anderen im Hintergrund die richtigen Fäden spinnt, welche den Boden für den Samen für Gründungen bereiten.

Digitales Gründerzentrum – bedarfsorientierte Konkretisierung einer Vision

Christian Dosch bietet Gründern mit dem Digitalen Gründerzentrum in Kempten Space_2Christian Dosch hatte für uns einige Überraschungen bereit. Wir wollten sehen, wie die aktuellen Erfahrungen der Gründerszene in das Digitale Gründerzentrum münden, welches aber noch gar nicht einzugsbereit ist. Über Filme zeigte er uns neue Arbeitsformen und Gründerszenen anderer Städte und gab uns Einblick in die architektonischen Pläne sowie die bestehenden Herausforderungen, Gewohntes in Neues zu verändern. Als Fahnenträger für die Bedarfe der IT-Gründer der Region realisiert er Stück für Stück eine neue Arbeitswelt, die IT-Gründer in den ersten Monaten der Gründungsphase unterstützt, sie reif macht für das Flüggewerden. Und dann, angereichert mit den Werkzeugen, die sie benötigen, werden sie wieder aus dem Nest des IT-Parks in die harte Businesswelt übergeleitet werden. Denn auch für kreative Gründer wird aus Spiel ernst und für die kleinen wachsenden Betriebe entstehen neue Bedarfe, die ein Gründerzentrum nach den ersten Schritten der Gründungsphase dann nicht mehr abdecken kann. Die reifen kleinen Unternehmen machen dann wieder Platz für neue Gründer. Wir erfuhren dabei anschaulich, dass Gründen mit Gründungsphasen und unterschiedlichen Bedürfnissen zu tun haben und dass Gebäudestrukturen und Bürostrukturen genau dieses abbilden müssen.

Pizza & Pasta – Bereichernde Begegnungen in der Gründervilla

Es wurde Zeit für ein leckeres Mittagessen. Simon Schnetzer und Thomas Herzhoff (beide Geschäftsführer der Gründervilla) gaben uns die Möglichkeit, in ihren Räumlichkeiten der Gründervilla bei „Pizza & Pasta“ zu mittag zu essen (www.gruendervilla.de). Die SRE ludt die beiden und einige andere Jungunternehmer zum Essen ein. So hatten wir Kontakt zu echten Gründern. In Einzelgesprächen entdeckten wir die Persönlichkeiten der Gründer und deren Geschäftsmodelle:

  • Simon Schnetzer, Jugendforscher, Trainer und Speaker zeigte über seinen spannenden Lebenslauf, wie er konsequent den Weg in eine erfolgreiche Selbständigkeit ging. Lebendig und anschaulich zeigte er uns in einem spannenden Vortrag, wie Gründer denken und was Gründer brauchen.
    www.simon-schnetzer.com Wer bedauerten, dass wir an diesem Tag nicht mehr Zeit hatten, ihn für einen packenden Vortrag zu engagieren zu den Themen „Gründerszene“, „neue Arbeitsformen“ oder aus seinem Erfahrungsschatz der Jugendforschung.
  • Thomas Herzhoff berichtete spannend von seiner Firma Isenhoff, ein kreativbüro für innovatives und strategisches Markendesign & Produktentwicklungen. Er macht Produkte mit passendem Marketing fit für den Geschäftserfolg. www.isenhoff.de
  • Verena Dorn hat eine klare Mission: Familienunter­nehmen und Start-Ups zu erfolg­reichen Marken machen. Sie will ihre Kunden mit einer klaren Positionierung aus Preis- und Konkurrenz­kampf heraus­führen. Mit erstklassigem Design. Mit Hirn und Herz. Mit einer gehörigen Portion Frauen­power. www.veraendertdiewelt.de/
  • Sebastian Kern ist niemals müde, Ideen in die Tat umzusetzen. Nach erfolgreicher Platzierung einiger von ihm mitgegründeten Unternehmen am Markt realisiert er nun schon die siebte Gründungsidee: „Merino-T-Shirts haben einen hervorragenden Tragekomfort. Sie kühlen, wenn es warm ist und wärmen, wenn es kalt ist. Sie besitzen eine antibakterielle Wirkung und stinken daher auch nach mehrtägigem Tragen nicht.“ erklärt uns Sebastian begeistert seine Idee. Seine T-Shirts haben noch einen weiteren Vorteil: sie sind günstiger als im Laden und entwickeln sich mit Hilfe seiner Kunden und Fans laufend weiter. Man kann sie NUR über Empfehlungen erhalten. Seine Idee hat mich überzeugt. Ich habe gekauft und empfehle sie gerne weiter. Hier mein Empfehlungslink für Sie: http://www.onemerino.com/hans-peter-wellke
    (Wenn sie hier bestellen, verdiene ich als neugewonnener Fan mit – und ehalte ein paar Merinosocken.)
  • Nicola Reiter ist mehrfach ausgezeichnete Grafikdesignerin, die durch ihre kunstvollen Arbeiten überzeugt. Ihre Buchgestaltungen stechen derart hervor, dass sie ständig neue Angebote erhält. Sie zeigt, dass Erfolg nicht nur von Marketing, sondern auch von professioneller Handarbeit und besonderem, außergewöhnlichem Design kommt. Leistung spricht sich herum.
    www.nicola-reiter.de

Gründervilla – Kooperation, Kommunikation, Heimat

Gründervilla bild von Foto-Credits @Philip HerzhoffDie Gründervilla ist ein Haus mit Charme, besonderen Menschen und mit Kommunikationskultur. Sie bietet Gründern und Jungunternehmern eine Heimat, die zur Kooperation einlädt. Einige Büros bieten Coworking Space an und sind dabei offen für andere, an deren kreativer Atmosphäre Anteil zu haben.

Simon Schnetzer und Tom Herzhoff organisieren regelmäßig Kässpatzenessen für ihre Villa-Bewohner und deren Gäste. Innovations-Workshops und der Innovators’ Club, Lunch Talk, Barcamps, Gründerkurse, Vorträge und Beratungen – das Dienstleistungsangebot der Gründervilla ist vielfältig und kreativ.

In einem kurzweiligen Vortrag von Simon Schnetzer und Thomas Herzhoff erfuhren wir die Entwicklungsgeschichte der Gründervilla, die Historie von Co-Working-Space in der Gründervilla und organisierte Formen der freien Zusammenarbeit.

Abschließender Workshop in der Gründervilla

Nach zwei eindrucksvollen Tagen versuchten wir die Lerninhalte zu verdichten.

  • Was sind die Erfolgsdeterminanten von INNOVA, COMETA, WiNN, SONTRA und der Gründervilla?
  • Was macht Technoparks und Gründerzentren erfolgreich?
  • Was sind die wichtigsten Lehren, Eindrücke und Erkenntnisse aus den zwei Tagen für uns?

Auch der Abschluss war ein wichtiger Schritt auf dieser Entdeckungsreise.

Wir haben gelernt, dass ein erfolgreicher Technopark nicht nur ein regional angepasstes Konzept benötigt, sondern auch eine Marke braucht und diese von Persönlichkeiten und von Netzwerken lebt. Die Eindrücke und Lehren der zwei Tage in wenigen Sätzen zusammenzufassen schien uns zunächst fast unmöglich, brachten die Lehren aber dann doch noch gemeinsam auf den Punkt.

Was wir mitnehmen, hatten wir nicht erwartet“ so resümierten Sebastian Schmerberg und Silvio Richter von der SRE. „Es sind viel mehr Impulse und Anregungen als gedacht. Wir blicken nun auf die Gründerszene und auf Gründerzentren mit anderen Augen.

Auf dieser Reise haben sich viele neue Kontakte und Netzwerke gebildet. Diese werden weiter gepflegt werden.

Werner Schlund von der SRE schrieb am nächsten Tag per E-Mail: „Vielen Dank noch mal für die zwei Tage. Auf der kompletten mehrstündigen Heimfahrt haben wir die vielen Eindrücke noch heftig diskutiert. Es war wirklich eine gelungene Veranstaltung und eine schöne Entdeckungstour„.

Animation für Neue Formate

Für mich war es wieder eine tolle Erfahrung. Ich erfuhr von allen Beteiligten eine unglaublich positive Unterstützung auf dem Weg zur Komposition dieses Lern- und Entdeckungsformats, das auch für viele der Vortragenden von Mehrwert getragen war.

Auf der Suche nach maßgeschneiderten, kundenindividuellen Lernumgebungen wird mir bald sicher wieder ein neues Format einfallen. Ich freue mich schon darauf.

Auf diesem Weg danke an meinen Auftraggeber dieser Veranstaltung, Otto Haas und Silvio Richter, Siemens Real Estate, und danke an alle Beteiligten in Kaufbeuren, Kempten, Wolfertschwenden und Sonthofen für Ihre Zeit, Ihre Unterstützung sowie ihre Offenheit, ihre Erfahrungen mit uns zu teilen.

Ich glaube, das ist die neue Form des Lernens der Zukunft, die auf Offenheit, Vertrauen, Kooperation und Kommunikation basiert. Neue Produkte und neue Unternehmen entstehen nicht mehr hinter verschlossenen Türen sondern im Austausch und dem Dialog. Neue Erfolge basieren auf Synergien und gegenseitiger Inspiration.

Bildquellenangaben

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Autor dieses Blogs

Hans-Peter Wellke
Tel. 08376-921744

 

 

 

 

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